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Die volle Breite der Gemeindearbeit in der
Praxis
Von Michael Janke
Die Johannesgemeinde hat eine neue Lehrvikarin:
Stefanie vom Hoff ist seit Anfang Oktober im Dienst, beim
Gemeindefest an Erntedank lernte sie die ersten Gemeindeglieder vom
Röttererberg kennen. Ganz unbekannt ist die 34-jährige Stefanie vom
Hoff in Rastatt nicht: Ihr Mann Victor ist bereits seit rund einem
Jahr Lehrvikar in der Michaelsgemeinde. Beide haben einen
eineinhalbjährigen Sohn.
Stefanie vom Hoff stammt aus Karlsruhe-Durlach
und studierte zunächst Sozialpädagogik in Esslingen. Diesen Beruf
übte sie dann in Hamburg aus, wo sie später mit dem Theologiestudium
begann. Dieses Studium setzte sie in Heidelberg fort und legte dort
inzwischen ihr erstes theologisches Examen ab. Nun ist sie in der
praktischen Etappe angelangt: 23 Monate lang wird sie in der
Johannesgemeinde die Arbeit im Pfarrberuf, begleitet von Pfarrer
Wenz Wacker, kennen lernen. Das Lehrvikariat startet im ersten
halben Jahr mit dem Schulunterricht an der Hans-Thoma-Schule und dem
Tulla-Gymnasium.
„Ich war bisher in der Kinder- und
Jugendarbeit tätig und freue mich nun, die Gemeindearbeit in ihrer
ganzen Breite kennen zu lernen“, sagt Stefanie vom Hoff. Diese
Vielfalt sei „eine ganz klare Stärke der Kirche“. Wann sie ihren
ersten Gottesdienst in der Johanneskirche halten wird, ist noch
nicht klar. „Ich vermute, es wird mindestens März“, schätzt sie.
Ganz ohne Theorie geht aber auch der
praktische Ausbildungsteil nicht. Blockweise treffen sich die
badischen Lehrvikare im Petersstift in Heidelberg, um dort ihre
Erfahrungen aus dem Lehrvikariat unter fachkundiger Anleitung
auszutauschen. Nach dem Lehrvikariat kommt das zweite theologische
Examen. Wenn bis dahin alles glatt gelaufen ist, folgt die Übernahme
als Pfarrvikarin und schließlich als Pfarrerin der Landeskirche.
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